Wasser in den Beinen nach der Geburt: Warum es passiert und was hilft
- VEEVI

- 23. Jan.
- 7 Min. Lesezeit
Die Geburt ist geschafft und das Baby liegt endlich in deinem Arm. Doch ein Blick an dir herunter sorgt vielleicht erst einmal für Verwirrung. Die Füße und Fesseln sind plötzlich dicker als noch während der Schwangerschaft. Wasser in den Beinen nach der Geburt ist ein weit verbreitetes Phänomen und es überrascht viele frischgebackene Mütter. Statt leichter fühlen sich die Beine schwer, gespannt und unbeweglich an.
Aber keine Sorge. Diese Wassereinlagerungen (Ödeme) sind im Wochenbett meist völlig normal. Sie sind ein Zeichen dafür, dass dein Körper Höchstleistungen bei der Umstellung vollbringt. In diesem Artikel erfährst du, warum du gerade jetzt nach der Geburt geschwollene Beine hast und mit welchen einfachen Tipps du die schweren Beine wieder leicht bekommst.

Inhaltsverzeichnis
Die häufigsten Ursachen für Wassereinlagerungen
Die Hormonumstellung: Progesteron und der Flüssigkeitshaushalt
Die Rückbildung des Blutvolumens im Wochenbett
Besonderheiten bei Beckenendlage
Typische Symptome: Schwere und dicke Beine nach der Geburt erkennen
5 effektive Tipps gegen Wasser in den Beinen
Beine hochlegen und Venen entlasten
Ernährung: Warum viel Trinken das Wasser ausschwemmt
Bewegung und sanfte Rückbildungsgymnastik
Wechselduschen und Massagen gegen geschwollene Beine
Wann Kompressionsstrümpfe und Shapewear sinnvoll sind
Die häufigsten Ursachen für Wassereinlagerungen in den Beinen nach der Geburt
Es mag im ersten Moment paradox klingen: Das Baby ist da, der Bauch wird langsam kleiner, aber die Beine werden dicker. Viele Mamas fragen sich besorgt: "Warum habe ich nach der Geburt Wasser in den Beinen?" Die Antwort liegt in einer komplexen Kombination aus hormonellen Veränderungen und physikalischen Gesetzen deines Körpers, der sich nun regenerieren muss. Es ist also kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft, sondern dass dein Körper arbeitet. Aber da musst du nicht alleine durch VEEVI unterstützt dich mit guten Tipps und spzieller Shapewear nach der Geburt.
Die Hormonumstellung: Progesteron und der Flüssigkeitshaushalt
Während der Schwangerschaft hat dein Körper große Mengen an Progesteron produziert. Dieses Hormon sorgt unter anderem dafür, dass sich die Gefäße weiten und Wasser im Gewebe gespeichert wird, um Mutter und Kind optimal zu versorgen. Nach der Entbindung fällt der Hormonspiegel jedoch rapide ab. Bis sich dieser Hormonhaushalt wieder eingependelt hat, reagieren die Gefäße oft träge. Es kann paradoxerweise kurzzeitig zu verstärkten Wassereinlagerungen kommen, bevor der Körper das Signal bekommt, die überschüssige Flüssigkeit effektiv auszuscheiden, so müssen die meisten Frauen mit Wasser in den Beinen nach Geburten kalarkommen.
Die Rückbildung des Blutvolumens im Wochenbett
Ein weiterer entscheidender Faktor ist dein Blutvolumen. Um dein Baby zu versorgen, hast du in der Schwangerschaft bis zu 50 % mehr Blut und Körperwasser gebildet. Nach der Geburt wird dieses zusätzliche Volumen schlagartig nicht mehr benötigt. Dein Körper muss es nun abbauen und ausscheiden. Da die Nieren nur eine begrenzte Menge pro Tag filtern können, wandert ein Teil der Flüssigkeit vorübergehend aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe. Besonders betroffen sind dabei die Beine und Füße, da die Schwerkraft die Flüssigkeit nach unten zieht. Das Ergebnis sind Wasser in den Beinen nach der Geburt die typisch geschwollenen Beine nach der Geburt.
Besonderheiten bei Beckenendlage: Sind die Beine nach der Geburt stärker betroffen?
Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass eine Beckenendlage Beine nach der Geburt stärker anschwellen lässt. Das liegt meistens nicht an der Lage des Kindes im Bauch selbst, sondern an der Art der Entbindung, die daraus oft resultiert. Kinder in Beckenendlage werden häufiger per Kaiserschnitt geboren. Nach einem Kaiserschnitt bist du in den ersten Tagen oft weniger mobil als nach einer spontanen Geburt. Durch die fehlende Bewegung funktioniert die sogenannte "Muskelpumpe" in den Waden weniger effektiv. Diese Pumpe ist jedoch wichtig, um Blut und Lymphe entgegen der Schwerkraft zurück zum Herzen zu transportieren. Die Inaktivität begünstigt somit dicke Beine nach Geburt. Zudem können Infusionen, die während der OP gegeben werden, zu zusätzlichen Wassereinlagerungen Beine nach Geburt führen. Den Lymphfluss kannst du durch gezielte Kompression oft selbst unterstützen und so deinem Körper unter die Arme greifen.

Typische Symptome: Schwere und dicke Beine nach der Geburt erkennen
Meistens brauchst du keinen Arzt, um festzustellen, dass sich Flüssigkeit im Gewebe angesammelt hat. Die Anzeichen sind oft unübersehbar. Vielleicht passen dir deine Lieblingsschuhe plötzlich nicht mehr oder sie drücken unangenehm. Das ist ein klassisches Anzeichen für dicke Beine nach Geburt. Neben der optischen Schwellung spürst du oft ein unangenehmes Spannungsgefühl und die Haut an den Fesseln kann glänzen.
Ein weiteres sehr verbreitetes Symptom sind extrem schwere Beine nach der Geburt. Es fühlt sich oft an, als hättest du Blei in den Waden. Jeder Schritt fällt schwerer als gewohnt und Treppensteigen wird zur mühsamen Aufgabe. Du kannst auch einen einfachen Test machen: Drücke mit dem Finger sanft auf die geschwollene Stelle, zum Beispiel am Schienbein oder Fußrücken. Bleibt eine kleine Delle zurück, die sich nur langsam wieder füllt? Das ist ein sicheres Indiz für Wasser Beine nach Geburt. Auch Sockenbündchen hinterlassen jetzt oft tiefe Abdrücke, die lange sichtbar bleiben und manchmal jucken können.
5 effektive Tipps gegen Wasser in den Beinen nach der Geburt
Die gute Nachricht ist: Du musst die Situation nicht einfach aushalten. Es gibt viele sanfte Methoden, um den Körper beim Abbau der Flüssigkeit zu unterstützen. Hier sind unsere 5 besten Tipps gegen Wasser in Beinen nach Geburt:
Beine hochlegen und Venen entlasten
Nutze die Schwerkraft zu deinem Vorteil! Wann immer es dein Baby zulässt, solltest du die Beine hochlegen. Achte darauf, dass deine Füße dabei höher liegen als dein Herz. Das erleichtert den Rückfluss des Blutes und der Lymphe aus den Beinen zurück in den Körperkreislauf. Du kannst dies wunderbar in deinen neuen Alltag integrieren, indem du beispielsweise im Liegen stillst oder das Fläschchen gibst. Vermeide langes Stehen oder Sitzen mit herabhängenden Beinen, da dies Wassereinlagerung Beine nach Geburt noch verstärken kann.
Ernährung: Warum viel Trinken das Wasser ausschwemmt
Es klingt widersprüchlich, ist aber einer der wichtigsten Tipps: Um Wasser nach der Geburt in den Beinen loszuwerden, musst du viel trinken. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (am besten Wasser oder ungesüßte Kräutertees) regt den Stoffwechsel und die Nierentätigkeit an. Nur wenn der Körper gut hydriert ist, gibt er gespeichertes Wasser freiwillig wieder ab. Achte zudem auf eine eiweißreiche Ernährung und salze dein Essen moderat - zu viel Salz bindet Wasser, aber gar kein Salz ist auch nicht förderlich für den Elektrolythaushalt.
Bewegung und sanfte Rückbildungsgymnastik
Bewegung ist der Motor für deine Venen. Sobald du dich fit genug fühlst, sind kurze Spaziergänge ideal. Durch das Gehen wird die Wadenmuskulatur aktiviert, die als Pumpe wirkt und die Flüssigkeit aus den Beinen nach oben drückt. Auch im Liegen kannst du etwas tun: "Fahrradfahren" in der Luft oder einfaches Kreisen und Wippen mit den Füßen helfen, die Stauung zu lösen und schwere Beine nach Geburt zu lindern.
Wechselduschen und Massagen gegen geschwollene Beine
Wenn man nach der Geburt Wasser in den Beinen hat sind Kneipp-Anwendungen eine wahre Wunderwaffen. Dusche deine Beine abwechselnd warm und kalt ab, wobei du immer mit kaltem Wasser aufhörst. Der Kältereiz sorgt dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen und das Blut schneller zirkuliert. Auch sanfte Massagen - immer von den Füßen in Richtung Herz streichend - können helfen, die Lymphe in Bewegung zu bringen. Verwende dafür ein kühlendes Gel oder Öl, um den Effekt zu verstärken.
Wann Kompressionsstrümpfe und Shapewear sinnvoll sind
Wenn Hausmittel nicht ausreichen und du stark unter dem Druckgefühl leidest, können Kompressionsstrümpfe eine große Erleichterung sein. Sie üben von außen einen gezielten Druck auf das Gewebe aus und unterstützen die Venenklappen bei ihrer Arbeit. Sprich hierzu am besten mit deiner Hebamme oder deinem Arzt. Oft werden diese bei starken Wassereinlagerungen Beine nach Geburt auch verschrieben.
Für den Alltag und bei leichteren Schwellungen greifen viele Mamas auch gerne auf spezielle Shapewear oder Kompressionsleggings zurück. Diese bieten oft eine sanftere Unterstützung als medizinische Strümpfe, regen aber durch ihre eng anliegende Passform ebenfalls die Durchblutung an. Eine gut sitzende Shapewear kann helfen, dass sich das Gewebe fester und die Beine weniger "schwer" anfühlen, ohne dabei so einzuengen wie medizinische Kompressionsware.

Wann solltest du bei Wassereinlagerungen zum Arzt gehen?
In den allermeisten Fällen sind geschwollene Beine nach der Geburt harmlos und verschwinden von selbst. Dennoch solltest du deinen Körper genau beobachten. Es gibt Symptome, die auf ernsthafte Komplikationen wie eine Thrombose oder eine späte
Präeklampsie hindeuten können. Suche bitte sofort einen Arzt auf, wenn:
die Schwellung nur an einem Bein auftritt (Asymmetrie).
das Bein gerötet ist, sich heiß anfühlt oder bei Berührung schmerzt.
du plötzlich unter starken Kopfschmerzen, Augenflimmern oder Übelkeit leidest.
die Wassereinlagerungen extrem schnell zunehmen.
Ein wichtiger Hinweis zum Thema Lipödem: Gehen die Schwellungen auch Monate nach der Geburt nicht zurück, obwohl du dein Gewicht reduziert hast? Sind deine Beine auffällig druckempfindlich und neigst du schnell zu blauen Flecken? Hormonelle Umstellungen wie eine Schwangerschaft und Geburt können in manchen Fällen ein Lipödem auslösen oder einen bestehenden Schub verstärken. Dabei handelt es sich um eine krankhafte Fettverteilungsstörung, die oft fälschlicherweise für "hartnäckiges Wasser" gehalten wird. Wenn du den Verdacht hast, dass deine dicken Beine nach der Geburt keine normalen Wassereinlagerungen sind, scheue dich nicht, einen Phlebologen (Venenfacharzt) aufzusuchen. Eine frühzeitige Diagnose hilft dir, die richtige Therapie zu finden.
Fazit: Geduld mit dem Körper bei Wasser nach der Geburt in den Beinen
Dein Körper hat in den letzten Monaten Unglaubliches geleistet und ein neues Leben erschaffen. Gib ihm jetzt die Zeit, die er braucht, um sich zu erholen und zu seiner alten Form zurückzufinden. Wasser nach der Geburt in den Beinen ist lästig und unangenehm, aber in der Regel nur ein vorübergehender Begleiter im Wochenbett. Sei geduldig und liebevoll zu dir selbst. Die Schwellungen werden zurückgehen.
Häufige Fragen (FAQ) zu Wasser in den Beinen nach der Geburt
Wie lange hat man nach der Geburt Wasser in den Beinen?
Meistens lösen sich die Wassereinlagerungen wenige Tage nach der Geburt. Nach ein bis zwei Wochen sind die Schwellungen oft ganz verschwunden, da sich der Hormonhaushalt normalisiert hat. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich nach Geburt Wasser in den Beinen nicht mehr staut.
Geht das Wasser in den Beinen von alleine weg?
Ja, meistens regelt der Körper das von selbst durch häufigeres Wasserlassen und Schwitzen im Wochenbett. Du kannst diesen natürlichen Prozess durch viel Trinken, Beine hochlegen und sanfte Bewegung effektiv unterstützen.
Warum werden die Beine nach der Geburt dicker als in der Schwangerschaft?
Das liegt am Hormonabfall und der Flüssigkeitsumverteilung. Da man im Wochenbett viel liegt, fehlt zudem die Muskelaktivität zum Abtransport. So können Mütter oft nach der geburt wasser in den beinen stärker wahrnehmen als davor.
Hilft Stillen beim Abbau von Wassereinlagerungen?
Ja! Das Hormon Oxytocin und der angeregte Stoffwechsel beim Stillen fördern den Abbau von überschüssigem Gewebewasser. Wichtig ist nur, dass du dabei selbst ausreichend trinkst, um den Kreislauf in Schwung zu halten.
Darf ich Wassertabletten (Diuretika) nehmen?
Nein, bitte nicht ohne ärztliche Rücksprache! Viele Medikamente sind in der Stillzeit ungeeignet. Natürliche Methoden wie Brennnesseltee (in Maßen) und eine salzarme Ernährung sind sicherer und für dich und dein Baby meist völlig ausreichend.




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